Vom 1.-3. November 2024 war MUSMIG bei „Tipping Points – Skills und Methoden für Soziale Bewegungen“ #11 am Kulturzentrum 4lthangrund (Alte Mensa) zu Gast. Dabei stellten wir die erste MUSMIG-Rolle vor (by MUSMIG-Kollektiv, Handwerk: Natalie Deewan; Textarbeit: Elena Messner; Beratung: Ljubomir Bratić u.a.; Grafik: Richard Ferkl).

Das Museum der Migration wird MANIFEST – die MUSMIG-Rolle
Was ist ein Museum der Migration? Wie lässt sich die Realisierung eines solchen in Österreich ankurbeln? Lässt es sich herbeibeten? Muss es erkämpft werden? Und warum?
Bei einem Treffen des MUSMIG-Kollektivs im Wiener Integrationshaus entstand 2019 das vorliegende Manifest, das erstmals für die Ausstellung „#HGMneudenken“ im Januar 2020 im Wiener Arsenal als Plakat installiert wurde. Einen Monat später wurde es bei der „Geburt des Museums der Migration“, der Gründungsausstellung in Ottakring, ausgestellt. Nun schlüpft es in die Form einer MUSMIG-Textrolle mit Handkurbel, was die zyklische Natur des Manifests noch stärker hervortreten lässt. Dieses gebetsmühlenartige Holzobjekt, eine ehemalige Butterschleuder (!), bietet dem Publikum nicht nur die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen; um im Text weiterzukommen, muss sogar gekurbelt werden, um so die Frage darüber, was ein Museum der Migration sein kann und ob es ein solches in Österreich braucht, selbst in Bewegung zu bringen.
Außerdem nahm MUSMIG, vertreten durch Elena Messner, an der Podiumsdiskussion „Solidarität als linke Praxis: Wie wird sie gelebt?“ am 1. November 2024 um 19 Uhr teil.

Mehr Informationen zum Programm der Tipping Points: https://tippingpoints.life/programm/
Diese MUSMIG-Rolle ist derzeit im MUSMIG-Raum im OWA ausgestellt.


Update April 2025:
Eine weitere MUSMIG-Rolle ist Teil der Ausstellung „WOHER WIR KOMMEN. Literatur und Herkunft“ im Literaturmuseum Wien, die am 23. April 2025 eröffnet wurde:



„Woher wir kommen, ist Zufall, und prägt uns doch nachhaltig. Herkunft kann Halt geben oder eine Bürde sein, wer ihr entfliehen will oder muss, kehrt nicht selten eines Tages wieder zu den eigenen Wurzeln zurück. Die Sonderausstellung stellt Herkunftsgeschichten ins Zentrum, sie erzählt vom Aufwachsen, Weggehen und Zurückkehren, vom sich Erinnern und neu Erfinden. Eine Galerie der Dinge präsentiert persönliche Gegenstände, die Schriftsteller*innen mit ihrer Herkunft verbinden. Ob Röhrenfernseher, ein Kupferarmband aus dem Kongo oder ein iranischer Pass: Unsere Herkunft manifestiert sich in Dingen, und von diesen so alltäglichen wie außergewöhnlichen, immer berührenden Gegenständen erzählt auch die Literatur.“
Die von Cornelius Mitterer und Kerstin Putz kuratierte Ausstellung ist von 24. April 2025 bis 15. Februar 2026 im Literaturmuseum in der Johannesgasse 6, 1010 Wien zu sehen.


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